7. Schritt

Sich im Anderen erkennen

Alle Lernschritte, die wir gehen, bringen uns ein gutes Stück weiter. Doch werden wir sehr schnell feststellen, daß wir sie nicht immer allein gehen. Ständig sind wir in Interaktion mit anderen Menschen: Eltern, Partner, Kinder, Freunde, Kollegen ...

Manchmal fühlen wir uns bedrängt oder verletzt von den Menschen, die wir am meisten lieben – und geben ihnen die Schuld daran. Wir sind wütend über Mißachtungen unserer Grenzen, sei es auf körperlicher, seelischer oder geistiger Ebene. Wir glauben, daß der Andere die Ursache gesetzt hat für unseren Schmerz, unsere Wut oder unsere Trauer.

Doch so ist es nicht. Dem Anderen die Schuld an unserer Misere zu geben, ist immer eine Projektion, ist immer unsere Illusion von der Wirklichkeit. In Wahrheit sind wir unbewußt auf der Suche nach einem passenden Spiegel für uns, der uns all unsere Schattenseiten zeigt, die wir noch nicht ans Licht gebracht haben.

In Wahrheit macht der Andere uns nur unsere alten Verletzungen bewußt, die wir bereits in der Kindheit (bzw. in früheren Leben) erlitten haben. Und darüber sollten wir im Grunde sehr froh sein; denn allein würden wir uns nicht freiwillig damit auseinandersetzen. Allein würden wir nicht unbedingt den Mut aufbringen, in unseren Seelenkeller hinabzusteigen, um zu schauen, was dort noch an Trauer und Verletzungen herumliegt.

Wenn Du Deine Perspektive in diese Richtung änderst, bekommt das ganzeGeschehen eine neue und befreiende Dimension. Wenn Du Deinen Partner als Spiegel für Dich sehen kannst, hörst Du auf, ihm die Schuld zu geben. Du holst Deine Projektion zurück und forschst in Dir selbst, mit welcher alten Verletzung das neue Ereignis in Zusammenhang zu bringen ist.

Dann fängst Du an, zu verstehen, daß es Dein inneres Kind ist, das verletzt ist und nun seine Wut darüber zeigt. Du wirst nun im Kontakt mit Deinem inneren Kind sein, ihm voller Mitgefühl zuhören, was es von Dir braucht und ihm Deine ganze Liebe zeigen. Und Du wirst als Erwachsener in die Verantwortung für die Bedürfnisse Deines inneren Kindes gehen – das bedeutet, diesen Bedürfnissen mit Liebe und Achtsamkeit Raum und Zeit zu geben. Du wirst ab sofort und für die Zukunft  wie eine Löwenmutter die Grenzen dieses Kindes setzen und verteidigen.

Wenn Du diese innere Arbeit – aus Liebe für Dich – getan hast, befreist Du Dich vonDeiner eigenen Schwere, die Deine Beziehungssituation belastet hat. Gleichzeitig befreist Du Deinen Partner von seiner 'Schuld' – er wird dies spüren, und Ihr könnt Euch mit einer neuen Leichtigkeit begegnen, die offen ist für neue Träume und neue Möglichkeiten.

Jetzt verstehst Du, welch großartiges Geschenk Dir Dein Partner gemacht hat,Dir zu helfen, Dich von Deinen seelischen Altlasten zu befreien. Dein gutes Beispiel wird auch ihn ermuntern, auf die gleiche Weise zu handeln. Bleib in Deiner Liebe und in Deiner Klarheit, und hab Geduld, wenn es nicht sofort klappt.

Ich wünsche Euch alles Glück der Welt!

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