Teil 3

Der Auferstehungsmythos von Inanna (3)


Wenn wir achtsam sind, können wir feststellen, daß die Göttin uns ihre Spuren hinterlassen hat. Sie ist in jedem von uns zu finden, als tiefe Erinnerung an ihr Wirken in Liebe für die Menschen und die Erde, aber auch in menschlich definiertem Leid. Und sie hinterließ uns jede Menge Geschichten, um Zugang zu einem ihrer Teilaspekte zu finden. Jede Göttin beschreibt uns eine Eigenschaft, mit der wir uns identifizieren und tiefer beschäftigen können.

Eine davon möchte ich euch gerne beschreiben, diese Geschichte ist ein heiliger Einweihungsweg, den wir gehen können, um wieder ganz und heil zu werden.

Die Göttin Inanna ist eine sumerische Göttin, und manche Quellen behaupten, sie kam von den Plejaden. Sie wurde häufig erwähnt im Gilgamesch-Epos, und es wurden auch 3000 Jahre alte Schrifttafeln gefunden, die ihre Geschichte enthalten. Inanna erzählt uns den ältesten Auferstehungsmythos, der uns überliefert ist (die Geschichte ist sehr lang - hier in aller Kürze):

Inanna ist die Göttin des Himmels und der Erde. Sie entschließt sich, in die Unterwelt zu gehen, da 'ihr Herz verlangte aus himmlischer Höhe nach der Erde tiefstem Grund'. Als Vorsichtsmaßnahme unterweist sie Ninshubur, ihre weibliche Vertraute, die Götterväter um Hilfe zu bitten, falls sie nicht binnen 3 Tagen zurückkehre. Am 1. Tor zur Unterwelt muß Inanna ihre Absicht erklären. Der Torhüter benachrichtigt Inannas Schwester Ereshkigal, die Königin des Großen Unten, daß Inanna um Einlaß in das Land ohne Wiederkehr bitte.

Ereshkigal reagiert mit Zorn und verlangt, daß Inanna 'nackt und gebeugt' zu ihr gebracht werde. Sie muß beim Abstieg siebenmal etwas ablegen, was ihr lieb ist: ihre Kleider, ihren Schmuck, ihre Haare, ihren Stolz, ihre Wünsche, ihre Krone und ihre Macht. Unten angekommen, tötet Ereshkigal sie mit ihrem Blick.

Inzwischen schlägt Ninshubur auf der Erde Alarm, doch Inannas Vater verweigert seine Einmischung in die Gesetze der Unterwelt. Schließlich hört Enki, der Gott des Wassers und der Weisheit, Ninshuburs Klage und rettet Inanna, indem er ihr zu trinken gibt. Zurück in ihrem Königreich, muß Inanna für ihre Wiederkehr ein Opfer bringen, und wählt dafür Dumuzi, ihren Geliebten, der inzwischen ihren Thron besetzte.

Daß es Inannas Herz aus himmlischer Höhe nach der Erde tiefstem Grund verlangte, ist eine Parabel darauf, daß wir uns nicht vollständig fühlen können, solange wir nicht auf den Grund unserer Seele geschaut und unsere Schatten integriert haben.

Ninshubur, Inannas weibliche Vertraute, ist unser eigenes Vertrauen in die weibliche Schutzkraft, und Inannas Schwester Ereshkigal symbolisiert unsere tiefsten Schatten: all unsere Ängste, unseren Schmerz, unsere Trauer. Auf dem Weg nach unten muß Inanna alles loslassen, was ihr lieb ist: wir müssen unsere Wünsche, unser Wollen und unser Ego hinter uns lassen, und 'nackt und gebeugt', also in Echtheit und Demut vor unsere Schatten treten. Dort, wo Inanna stirbt, stirbt nur unser altes, unechtes Ich.

Der Umstand, daß Inannas Vater seine Hilfe verweigert, ist tiefenpsychologisch vielschichtig. Viele Frauen (auch Männer) kennen diese Erfahrungen nur allzu gut, vom Vater verraten und im Stich gelassen zu werden. Der Vater symbolisiert hier traditionelle Regeln und Gesetze, die verabschiedet werden müssen, um der Wahrheit neuen Platz zu geben.

Hierzu gibt es viel Parallelliteratur mit ähnlichem Inhalt: Iphigenie, vom Vater verraten, wird von der Göttin Artemis gerettet. Im Grimm-Märchen 'das Mädchen ohne Hände' opfert sich die Tochter für den Vater. Und die Inuit-Göttin Sedna wird von ihrem Vater ins Meer geworfen, wo sie ertrinken muß. All diese Geschichten machen uns deutlich, daß wir uns im Endeffekt nicht mehr auf den Schutz des Vaters, oder auf patriarchale Gesetze verlassen können, da sie ohne Liebe zerstörerisch wirken.

Nun, Inanna wird vom Wassergott Enki gerettet: sie begibt sich in den Fluß des Lebens zurück, sein Wasser macht sie wieder lebendig - wir können auf unsere Gefühle vertrauen, wenn wir unserer Liebe und unserer Freude folgen, kehrt auch unsere Lebendigkeit wieder zurück. Ausgestattet mit der vollen eigenen Kraft und Integrität, schickt Inanna Dumuzi in die Unterwelt, der sich auf ihrem Thron breitgemacht hat. Wir können also, wenn wir in unsere ganze Kraft und Eigenidentität gehen, sehr klare Entscheidungen treffen, was wir wollen, und was wir nicht mehr wollen.

Die Göttin hinterließ uns vor 3000 Jahren Inannas Geschichte, um uns heute Hinweise zu geben, wieder heil und ganz zu werden. Ist das nicht großartig? Sie wünscht sich, daß wir nicht nur unsere eigene Autorität anerkennen, sondern über uns selbst hinauswachsen, indem wir in unsere Eigenermächtigung gehen. Um ihre Vergebung brauchen wir uns nicht sorgen, nur um die unsrige. Sie ist DEINE Kraft, DEIN Vertrauen, DEINE Geborgenheit und DEINE Liebe.

Und darum geht es heute. Das Verschwinden der Göttin seit langer Zeit hat in uns allen eine tiefe Trauer hinterlassen, die uns meist gar nicht bewußt ist. Doch es geschehen Dinge im Hintergrund, die uns Mut machen können:

Im Sommer 2005 wurde der rosa-orangefarbene Strahl der Göttin wieder auf der Erde verankert. Dies geschah an verschiedenen Kraftorten der Erde, insbesondere auf Hawaii. Sie war natürlich schon immer da, aber seitdem steht uns diese Energie der Göttin potentiell zur Verfügung, und dringt mehr und mehr in unser Bewußtsein. Was dies für uns bedeutet, erklärt ein Zitat * von ihr (aus: ‘Aquaria, die Göttin kehrt zurück’, Brigitte Jost, Amadeus Verlag):

“Das Göttlich-Weibliche wird euch die alles vereinende, gefühlvolle Nähe und Wärme zum Göttlichen vermitteln können, so dass ihr euch von Grund auf auch an eurer Lebensbasis akzeptiert, geliebt, geborgen und geschützt fühlt.

Das Göttlich-Weibliche ermöglicht euch, das Göttliche in euch selbst und eurem täglichen Leben zu spüren und auch zu leben. Es wird für jeden von euch greifbar und ihr braucht keine Vermittler mehr. Durch das Göttlich-Weibliche verliert ihr eure Machtlosigkeit, eure Ängste vor dem unerreichbaren Göttlichen, vor dem Leben, vor Krankheiten und dem Sterben und dadurch wird euer Leben sich von Grund auf verändern. Es wird keine Schattenseiten in diesem beängstigenden Ausmaß mehr geben müssen, denn ihr erschafft euch keine Hindernisse mehr, sondern den Himmel auf Erden, und seid dabei dankbar in jedem Augenblick eures Daseins. Euer tägliches Leben wird zum Gottesdienst, zum Dienst an eurer inneren Göttin und eurem inneren Gott - vereint in euch allen.

Also ein Dienst an euch gegenseitig, weil das Göttliche in jedem von euch ist! Das wahre Göttliche will nicht allein verehrt werden, sondern in allen Lebewesen geliebt werden. Was nützt Verehrung, wenn ihr gleichzeitig Kriege führt? Die Integration des Göttlich-Weiblichen leitet die Neue Zeit ein und alle, ob Frauen oder Männer, werden wie selbstverständlich gleichberechtigt leben. Ihr werdet erfahren, wie heilig eure Körper sind und eure körperliche Liebe, die dazu da ist, eure reine geistige Göttliche Liebe körperlich in tiefster Freude zu leben. Die geistige Liebe im Körper zu leben. Eure Körper sind heilig, göttlich, gesund und schön. Ich, die Göttin des Neuen Zeitalters, bringe den Himmel auf die Erde zum Wohle aller Frauen und Männer.”

Was ich dazu empfing, war Folgendes:

“Meine Farben sind die der liebevollen Veränderung und Erneuerung. Mit rosa schwingt ihr euch auf die Liebe ein, und die Farbe orange lässt euch frohgemut der neuen Energie zuwenden. Rosa ist auch die Verbindung von rot und weiss - ihr wisst, dass diese beiden Farben dem Wurzelchakra zugeordnet sind, und somit auch mich und Mutter Erde repräsentieren. Orange symbolisiert die Freude, die ich euch vermitteln möchte. Die Freude, die ihr über viele Inkarnationen hinweg vermisst habt - sie wird zurückkommen, wenn ihr euch öffnet. Wenn ihr mich annehmt.

Meine Kinder des Herzens, ihr schreckt noch ein wenig zurück vor dieser reichen, bedingungslosen Liebe, die ich für euch habe. Lasst das alte Bild von mir los; ihr braucht es nicht mehr! Es beginnen wahrlich Zeiten der Fülle für euch, der Liebe und des Friedens, in der Tat. Öffnet euer Herz und nehmt mich an - denn ICH BIN eure grösste Sehnsucht! Lasst euch fallen in meine Liebe, denn ich habe meine Arme weit ausgebreitet für euch. Lacht mit mir! Segnet mich in euch und allem Lebendigen! Das ist es, worum ich euch von Herzen bitte!"    

&

                                  

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